MRT der Prostata

Der Blick ins Innere des Körpers

Multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata

Mit der modernen Magnetresonanztomographie (MRT) steht ein bildgebendes hochauflösendes Verfahren zur Abklärung der Prostata zur Verfügung, die immer häufiger zum Einsatz kommt, wenn ein erhöhter PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) im Blut vorliegt. Der Stellenwert dieser Methode ist mittlerweile so hoch, dass die Untersuchung auch in den Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinie des Prostatakarzinoms aufgenommen wurde – die MRT der Prostata sollte in der Primärdiagnostik der Prostata eingesetzt werden, also bevor eine Gewebeprobe (Biopsie) der Prostata entnommen wird.

Voraussetzung für die Untersuchung sollte ein MRT mit hoher Feldstärke sein (3Tesla MRT) und hochauflösende Sequenzen (Bildserien).

Da verschiedene Sequenzen durchgeführt werden und meistens auch ein Kontrastmittel über eine Vene injiziert wird, hat sich der Begriff „multiparametrische“ MRT (mpMRT) für die Prostata durchgesetzt. Für die technische Erstellung der hochauflösenden Bilder wird Zeit benötigt, sodass die Untersuchung insgesamt ca. 45 Minuten dauert.

Wir empfehlen die intravenöse Gabe des Kontrastmittels, da Tumore besser identifiziert werden können und Entzündungen der Prostata sichtbar gemacht werden können, die ebenfalls einen Anstieg des Blut-PSA-Wertes bedingen können.

Empfohlen wird vor der Untersuchung auch eine kurze abführende Maßnahme mittels Mini-Klister (Mini-Einlauf), um den Enddarm zu reinigen, und ein den Darm entspannendes Medikament (Buscopan), da insbesondere Luft und Darmbewegungen die Bildqualität negativ beeinflussen können.

Künstliche Hüftgelenke können je nach Material ebenfalls zu Einschränkungen der Bildqualität führen, stellen aber keine Kontraindikation für die Untersuchung dar.

Die Untersuchung selber wird in Rückenlage durchgeführt, auf das Becken wird eine Empfangsspule für die Bilderstellung gelegt und der Patient wird komplett in den Tunnel des MRT gefahren. Wichtig ist eine ruhige Körper- und Beckenbodenlage, sodass die Bilder nicht verwackelt werden.


Multiparametrische Prostata-MRT: Vorzüge und Grenzen

Lesen Sie jetzt den Artikel des Ärzteblattes dazu.

Ärzteblatt / Multiparametrische Prostata-MRT

Die wichtigsten Sequenzen der mpMRT der Prostata

Foto: T2 TSE - Hochauflösende Sequenz zur exakten Darstellung der Anatomie der Prostata

T2 TSE

Hochauflösende Sequenz zur exakten Darstellung der Anatomie der Prostata

Foto: T1 mit i.v. Kontrastmittel

T1 mit i.v. Kontrastmittel

Dynamische zeitaufgelöste intravenöse Kontrastmittelsequenzen: Kontrastmittel Parameterbild mit rot erscheinender, verstärkter Durchblutung (bei Tumoren oder Entzündung)

Diffusionsgewichtete MRT (DWI und ADC Bilder)

Darstellung der Diffusionsbewegung von Wassermolekülen. Einschränkungen der Beweglichkeit von Wassermolekülen (hell in der DWI und dunkel in der ADC) können z.B. durch Tumoren hervorgerufen werden.

Möchten Sie einen Termin vereinbaren oder haben Sie Fragen zu unseren MRT-Untersuchungen? Nehmen Sie Kontakt mit dem MRT Prostata Zentrum auf und lassen Sie sich von unserem erfahrenen Team beraten. Wir freuen uns darauf, Ihnen weiterzuhelfen.

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